Bewerbungsspam von jobiniton.de

Seit einiger Zeit erhalten wir Spam von jobiniton.de in Form von komplett sinnfreien Bewerbungen, die scheinbar automatisiert verschickt werden.

Das Portal jobiniton.de spamt scheinbar systematisch Internetseiten zu, die Initativbewerbungen wünschen.

Die Bewerber sind kompletter Blödsinn. Wir haben mehrfach Bewerbungen von Personen aus der Baubranche erhalten. „Master-Studium im Bereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik“ und andere ähnliche Qualifikationen mit keinerlei Bezug zu unserem Unternehmen.

Zunächst dachten wir es sei ein Bewerbungsmail Trojaner oder ähnliches. Das ist es aber nicht.

Die Absender E-Mail ist immer @jobiniton.de jedoch ohne sauberes Impressum. Die Mails werden klar als Berwerbungsspam von jobiniton.de verschickt. Aber um nicht wie kompletter Spam zu wirken wird der Absender nicht genannt und es soll wohl wirken, als wäre es persönlich vom Bewerber geschickt worden.

Uns ist aktuell unklar, ob das Spam ist oder das System nur extrem schlecht arbeitet. Es ist jedoch mehr als ärgerlich bei Fachkräftemangel solche unqualifizierten Spammails zu erhalten.

Erfahrung mit IPSER – Update 12.10.2021

Diesen Blogpost haben wir kurzzeitig offline genommen. Hintergrund war eine Abmahnung durch Hr. Wahnsiedler gegen mich von 08/2021 im Bezug auf diesen Blogpost und die zahlreichen Kommentare.

Zum einen wird die Aussage von mir kritisiert, dass die E-Mails von IPSER kein sauberes Impressum hätten. Der größte Teil beschäftigt sich damit, dass die Beschreibungen, im Blog und Kommentaren unwahren Äußerungen über IPSER enthalten wären. Letztlich wird ein Streitwert von ca. 10.000€ aufgerufen und ich soll doch bitte ca. 1000€ zahlen sowie eine Unterlassungserklärung unterzeichnen und es nicht wiederholen.

Spannenderweise kam dann ein 2tes Schreiben als Ergänzung zum Ersten. Das wirkte auf mich recht hastig zusammengeschustert und fand ich persönlich alles etwa schräg und das dort Beschriebene deckte sich nicht mit der mir bekannten Realität. Seltsam fand ich, auch dass dort zwei ca. 20 Jahre alte Schreiben beigelegt waren. Diese wiederum sollten laut Anwalt von Hr. Wahnsiedler die Anerkennungswürdigkeit (keine Ahnung was das Wort überhaupt bedeutet) und die Seriosität der Tätigkeit nachweisen. Noch spannender fand ich, dass dort beschrieben wurde, dass die Tätigkeiten von Hr. Wahnsiedler wohl einem öffentlich-rechtlichen Zweck dienen würden und auch ein öffentliches Interesse wird dort genannt. Beides sehr spannende Aussagen in meinen Augen 😀

Aufgrund des separaten Schreibens und den in meinen Augen sehr seltsamen Ausführungen hatte mich Hr. Wahnsiedler mehr oder weniger gezwungen sein Geschäftsmodell näher anzuschauen. Im Jahr 2018 hatte ich bereits einen sehr bösen Verdacht auf was ich da gestoßen bin… Ein öffentliches Interesse hatte ich damals aber nicht ansatzweise vermutet, sondern „nur“ den massenhaften Versand unerwünschter E-Mails. Das wollte ich nun doch genauer prüfen im Hinblick auf den Streitwert von ca. 10.000€. Was ich aber nun im Jahr 2021 nach kurzer Recherche fand hat mich vom Hocker gehauen…

Was kam bei der Recherche heraus?

Laut eigenen Werbeaussagen von IPSER wird die Bewerbung einer Person an über 2.000 Empfänger verschickt. Wenn man sich dann auf IPSERs Website genannten Erfolge von 291 vermittelte Bewerber im besten Jahr anschaut, wird es interessant. Ausgehend davon, dass beide Aussagen von IPSER stimmen, bedeutet es, dass 291 Mal über 2.000 E-Mails verschickt wurden. Das sind somit über 582.000 E-Mails in nur diesem einen genannten Jahr…

Die Zahl ist vermutlich zu gering. Zusätzlich kommen die nicht vermittelten Bewerber dazu. Weiter scheint es laut IPSER die Möglichkeit zu geben einen erneuten Versand anzustoßen. Ich hoffe, dass die Vermittlungsquote bei fast 100% bisher lag bzw. liegt und gefühlt niemand einen 2ten Versand seiner Bewerbungen durchführt. Jegliche anderen Szenarien nur grob durchzurechnen, verbietet mir mein mathematische Bauchgefühl im Hinblick auf zu erwartenden Zahlen…

Laut Werbaussagen von IPSER kümmere sich der Bewerber scheinbar nur um die Vereinbarung von Vorstellungsterminen. Die Bewerbungsunterlagen würden im Hinblick auf Inhalt und Design von IPSER für die Bewerber kostenfrei optimiert. Die Bewerbungsunterlagen würden an über 2.000 Arbeitgeber verschickt werden. Die Entgegenahme der Antworten erfolge durch IPSER selbst und somit scheinbar nicht etwa durch den Bewerber. Die Rückmeldungen würden von IPSER bewertet und nur die positiven Antworten bekämen die Personen. Wenn ich das richtig verstehe, erhält der Bewerber scheinbar kein echtes Postfach, was mit den eingehenden Rückmeldungen verbunden ist. IPSER scheint als ein Art Filter zu fungieren und nur positive Rückmeldungen werden durchgelassen bzw. weitergegeben in das Postfach des Bewerbers.

Im 2ten Schreiben des Anwalts wird interessanterweise beschrieben, dass Arbeitssuchenden Software und Hardware überlassen wird. Das finde ich alles sehr spannend, weil basierend auf den Werbeaussagen von IPSER ich gewisse Probleme habe es mit den Werbeaussagen unter einen Hut zu bekommen. Ich hatte diese Werbeaussagen so verstanden, dass Arbeitssuchenden Ihre Bewerbungsunterlagen überlassen und gerade nichts mit dem Versand zutun haben…

Ich und meine Anwältin sahen die rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes aufgrund der vorliegenden und laufend mehr werdenden Infos daher „leicht anders“ als Hr. Wahnsiedler und sein Anwalt. Daher habe ich keine Unterlassungserklärung unterzeichnet und natürlich nichts gezahlt und bin gerne bereit das gerichtlich zu klären.

Hier noch generelle Tipps zum Umgang mit unerwünschten E-Mails von deutschen Versendern:

Im Rahmen meiner Recherche bin ich über „strafbewährte Unterlassungserklärung“ gestolpert, die ich im Zusammenhang mit Spamversand so nicht kannte. Leider habe ich auch erst im Rahmen der Recherche über IPSER nun davon erfahren.

Eine Person berichtet hier unter dem Namen „Karl Hubrich“ (https://de.trustpilot.com/review/express-job.de) am 08. September 2021 von laut dortigen Aussagen scheinbar erfolgten strafbewehrten Unterlassungserklärung, die er per Anwalt gegen IPSER durchgeführt hätte. Das anschließende Verfahren sei laut den dortigen Infos wohl so eindeutig gewesen zu sein, dass es im schriftlichen Verfahren geklärt worden wäre. Jedoch hätte IPSER dort wohl über Express-job.de die Mails verschickt. Diese Domain wurde hier in den Kommentaren bereits genannt.

Ich selbst würde mit dem Wissen von Jetzt über die Möglichkeiten auf (deutschen) Spam zu reagieren immer zu einem Anwalt raten. Besonders das Thema strafbewährte Unterlassungserklärung bei unerwünschten E-Mails finde ich sehr spannend. Mir selbst wäre Vorgehen ohne Anwalt zu heikel und dann bezahle ich lieber etwas und habe dann hoffentlich dauerhaft Ruhe.

Ich finde man selbst kann und sollte seinen Beitrag leisten, dass Spamversand zumindest von deutschen Unternehmen gestoppt wird. Wenn wir es tolerieren, dass Unternehmer uns unsere Zeit stehlen, wird es nie besser werden. Jeder Mensch, der mit weniger Spam sein morgendliches Postfasch sortiert wird es zu schätzen wissen.

Eine Welt ohne Spam? Das wäre doch Mal etwas 😉

37 Antworten auf „Bewerbungsspam von jobiniton.de“

  1. Das ist definitiv Spam – auch wir bekommen Bewerbungen von für uns völlig sinnfreien und unpassenden Kandidaten.

    Ich kann nur allen Jobsuchenden den Rat geben, nicht auf solche Anbieter herein zu fallen.

    1. Auch wir bekommen seit Monaten diese sinnlosen Bewerbungen – daher meine kurze Nachfrage: Gab es seitens der Firma irgendeine Reaktion auf Ihr Schreiben?

      1. Ich habe zwei Bewerbern dankend abgesagt, da meine Firma in keinster Weise für diese Art von Job etwas anfangen könnte … es kam bislang nichts zurück.
        Es sollen wohl auch üble Trojaner im Spiel sein, da einige PDFs mit einem Ausführungsprogramm angehangen werden, bei mir waren es bislang nur PDF. Alles sehr merkwürdig und unseriös :/

    2. Hallo Brigitta,

      ich sehe Dein Beitrag ist schon etwas älter, aber hast Du von der Firma eine Rückmeldung bekommen?

      Würde mich interessieren. Wir werden auch heftig zugespammt

    3. Hallo Britta,

      da du jetzt den Spammern geschrieben hast und damit die Gültigkeit deiner eMail Adresse bestätigt mach dich auf mehr Spam gefasst ;P

      1. Hallo liebe Brigitte, Lisa und Ben,

        da diese Bewerbungen oft als SPAM eingestuft werden, gibt es eine sichere Möglichkeit sich aus dem Verteiler auszutragen.

        Brigitta hat die Kontaktdaten des Betreibers bereits gepostet. Es reicht ein Mal den Betreiber anzuschreiben und sie sind aus dem Verteiler raus. Und nein Ben, damit wird keine Gültigkeit der E-Mail Adresse bestätigt 🙂 unsere E-Mail Adressen sind so wie so im Internet für die ganze Welt sichtbar.
        Hier gibt es mehr Infos für Arbeitgeber: XXXXX

        Ich hoffe, ich konnte euch damit helfen.
        Liebe Grüße
        Alex

        1. Hi Alex,
          da würde ich ziemlich von abraten, weil es zu eher mehr Spam führt.

          Auf keinen Fall bei Spam Mails Bilder laden oder Links anklicken. Sobald man das macht, hat man die E-Mail Adresse als gültige E-Mail bestätigt die in Gebrauch ist. So arbeitet jeder legale Newsletter-Versender auch.

          Über das Laden von Inhalten bzw. anklicken wird diese als „emfangen“ markiert beim Versender. Der Versender hat so die Info das zu 100% die E-Mail korrekt und in Benutzung ist. Somit wertvoll für mehr Spam versand, weil scheinbar irgendwer diese laufend abruft und auch die Mails öffnet.

          Die E-Mails sind nicht öffentlich für die ganze Welt sichtbar bzw. das ist nicht das Problem. Spam-Versender sind auf Datenbanken mit E-Mail Adressen angewiesen. Die suchen sich ja nicht selbst die E-Mails sondern es gibt dort Arbeitsteilung. Eine Gruppe sucht E-Mails, die andere validiert diese, und wieder andere brauchen diese zum Spam Versand.

          Diese Datensätze/Mails steigen im Wert, wenn die E-Mails bestätigt sind. Wenn dort 5 Jahre alte und längst gelöschte Mails drin sind, haben die logischerweise keinen Wert. Somit fallen die E-Mails auch im Wert wenn diese vermutlich inaktiv sind. Dann werden die nach einiger Zeit auch ganz aus den Spam-Datenbanken gelöscht bzw. sind „wertlose Mails“, weil unklar ist ob die Mail gültig ist.

          Sobald man die Mail (unabsichtlich) bei einem Spammer bestätigt hat, steigt das Spam aufkommen für die E-Mail. Hintergrund ist, weil bestätigte Mails weiterverkauft werden.

          Daher auf keinen Fall irgendwas anklicken oder auch nur Bilder laden. Wer es gut macht und schlicht nie Spam Mails lädt/anklickt, schafft es so aus Spam rauszukommen.

          Den Spamer anzuschreiben ist eine verdammt schlechte Idee… Auch das bestätigt nur die eigene E-Mail. Niemals Spam-Absender anschreiben. Direkt Bundesnetzagentur, wenn das Unternehmen in Deutschland ist und sonst ignorieren. Dazu geht es ja hier um Spam, nicht um ein Unternehmen mit dem man eigentlich Kontakt haben möchte und man sich aus einem Newsletter austragen möchte.

          Grüße
          Martin Steudter

    4. Das scheint neu zu sein. Unsere Mails waren damals noch komplett ohne Impressum und aufgebaut als wären diese vom vermeintlichen Bewerber direkt verschickt worden. Dann scheint das Unternehmen nun zumindest ein sauberes Impressum zu haben.

  2. Auch wir bekommen seit geraumer Zeit viele solcher Bewerbungen und ignorieren diese.
    Leider leiden darunter diejenigen Bewerber, die sich tatsächlich bewerben.

  3. Auch wir werden seit geraumer Zeit mit solchen „Bewerbungen“ überflutet. Das fing an als die neue EU-DSGVO in Kraft getreten ist. Wir gehen davon aus, daß auf diese Art und Weise, nichtsahnende Unternehmen in eine Datenschutzfalle gelockt werden sollen.

    1. Bekomme diese Mails schon seit Jahren, inzwischen unter der 3. oder 4. Domain. Die Zocken meist ausländische verzweifelte Jobsuchende ab indem sie ihnen einen „Schattenmarkt“ versprechen womit sie das warlose zuspammen von Adressen (insb. entnommen aus den Handelsregisterveröffentlichungen) meinen. Die Mails gehen direkt in den Spam, ich antworte da gar nicht erst. Passende Bewerber kommen da nie… die Regel ist wohl jeder Bewerber wird an jeden Empfänger gespamt.

  4. Hier noch als kleiner Tipp… Spam kann und sollte gemeldet werden. Dafür gibt es diese schöne Seite hier…

    Dort sind E-Mail Adressen genannt für die jeweiligen Arten von Spam. Besonders von Absendern aus Deutschland ist das natürlich äußerst „interessant“ die Unternehmen zu melden 😉

    https://www.internet-beschwerdestelle.de/de/beschwerde/einreichen/e-mail-und-spam.html

    Beim Weiterleiten der E-Mail jedoch darauf achten, dass auch der komplette Header angezeigt wird. Dazu gibt es auf der Seite aber auch eine Anleitung.

    Viel Spaß beim Spam melden von Spam 😉

  5. Bei uns das gleiche traurige Spiel. Trotz Aufforderung, uns keine E-Mails mehr zuzusenden, erhalten wir weiter diese sinnlosen Bewerbungen.
    Heute haben wir uns an die Bundesnetzagentur gewandt.

  6. Wir haben uns nun direkt an den Webhoster des Jobinition Betreibers gewendet. Hoffentlich sieht er Handlungsbedarf und schaltet diesen Webserver ab.

    1. sry ich schaue nicht täglich in die Kommentarverwaltung. Dazu war der Kommentar inhaltlich leider auch nicht hilfreich, weil die Empfehlungen dort sind nicht hilfreich bzw. eher schädlich beim Umgang mit Spam
      Grüße
      Martin

  7. Ich hab jetzt in meinem Mailrelay ne Regel angelegt die den Rotz der von da kommt (und das sind mehrere pro Tag) direkt wieder an jobs@ipser.de zurückschickt.

    Mal sehen ob die das so verstehen. Wenn nicht schau ich mal ob ich die Mails noch verdoppeln oder verdreifachen kann bevor die zurückgehen.

  8. Bin gerade auch etwas angefressen als letzte Mail Sonntags Abend jobnition und als erste Mail Montags morgens jobnition im Postfach zu haben. Ich befürchte aber der Spam ist gar nicht mit Absicht erstellt irgendetwas beim Empfänger zu erreichen. Vielmehr möchten Ipser und Co. Zugriff auf die Vermittlungsgutscheine der Bafa. Dazu müssen sie nachweisen, mit dem Bewerber gearbeitet zu haben, etc. Anders kann ich mir auch das gigantische Team bei den doch überschaubaren Vermittlungszahlen auf deren Webseite auch gar nicht erklären.
    Das hiesige Jobcenter ist da leider auch ganz groß drin. Bewerber zu staatliche finanzierten Trägern schicken, die bestenfalls zweifelhaft qualifiziert sind. Ich gehe davon aus, dass hier jemand jemanden kannte und dadurch die Förderungen zustande kamen. Aufgeräumt werden müsste hier durch die Agentur selbst, allerdings ist ja leider hinreichend bekannt unter welchen Strukturproblemen die leidet.

  9. wird einfach nur dazu genutzt um die j o b i n i t i o n bekannt zu machen. Wenn auf die Webseite geht steht ja direkt da – wir helfen ihnen beim vermitteln von Fachkräften.

    Das diese Art der Kalt Akquise eigentlich strafbar ist, scheint den Betreiber wohl nicht zu stören…

    setzt die Domain j…,de einfach auf Eure Spamliste und alles fliegt raus 😉

    bG
    Oliver

  10. Seit neuestem scheint Jobinition bzw. die Firma die dahinter steckt, die emails über Firemail zu verschicken.
    Wir hatten jobinition auf unserem Mailserver hart geblockt. Seit Anfang des Jahres kommen nun aber Bewerbungen ähnlicher Machart über Firemail.de rein.
    Das ist zwar nicht zu 100% sicher, aber auffällig ist, das keine der Firemail Emails HTML codiert ist (was eher ungewöhnlich ist und zudem eher für nen Versendebot spricht) ebenso wie die emails die wir früher von Jobinition erhalten haben. Auch ist der Stil der Aufmachung der eMails trotz unterschiedlicher Bewerber verdammt ähnlich.

    Ebenso erhält man auf die DSGVO Hinweise die man dem Bewerber zusendet keinerlei Antwort, daher müssen wir selbst die wenigen doch interessanten Bewerber entsprechend der DSGVO Regelungen löschen.
    Damit stellt sich wirklich die Frage was soll das ganze? Werbung für Jobinition kann es mit Versand via Firemail nicht mehr sein, und wenn die DSGVO Erklärung nicht beantwortet wird kann ich auch keinen der Bewerber anstellen.

  11. Die lästigen Initiativbewerbungen von der Adresse …@jobiniton werden bei mir direkt automatische gelöscht.
    In Outlook kann man hierzu eine Regel festlegen.
    Die lautet: Wenn das Wort jobiniton in der Adresszeile auftaucht =>
    Mail löschen

  12. Man meint ja mittlerweile alle seine „Pappenheimer“ zu kennen, aber es kommen halt immer Neue hinzu. Auch ich bekomme Bewerbungen von Fachkräften, welche es auf dem Markt wohl so nicht gibt. Aber Hauptsache J…. ist im Gespräch.

    LG Roland

  13. Wir werden auch immer wieder mit Emails zugemailt, das nervt im Tagesgeschäft. Habe jetzt unseren IT Betreuer gebeten, sämliche Emails, die haben ja verschiedene Namen, zu sperren (Filterregeln) schon direkt auf dem Server, damit der Kram erst gar nicht mehr ankommt. Weiterhin wird alles sofort gelöscht, immerhin geht es hier auch um personenbezogene Daten – Datenschutzgesetz. Bloß nicht speichern oder verarbeiten. Sofort löschen.

    1. Aber hier beginnt ja das eigentliche Problem: auch die Löschung ist ein Verarbeiten von Daten (gem. Art. 4 Abs. 2 DSGVO). Bin gespannt, wann die ersten Beschwerden von Aufsichtsbehörden folgen, weil der „Bewerber“ sich beschwert, nicht gem. Art. 13 DSGVO informiert worden zu sein.
      Die Behörden sagen von sich aus, dass zwar keine Informationspflicht besteht, jedoch würden sie es gerne sehen, wenn das trotzdem durchgeführt wird… Einfach nur nervig…

  14. Update meinerseits:
    Diese Mails werden (ohne mein Zutun) automatisch von unserer Sophos-Firewall als Spam erkannt, insofern wird es sich wohl auch um solchen handeln… 😉

  15. Ich hatte vor rund einem Jahr das Problem mit jobinition. Ich hatte sie daraufhin angeschrieben uns aus dem Verteiler zu nehmen und hatte seither Ruhe. Jetzt habe ich das gleiche Problem wie Flo oben beschrieben. Täglich kommen zig unpassende Bewerbungen von firemail.de

  16. Da ich zwischenzeitlich mit dem Autor hier Kontakt hatte da der Anbieter wohl gedroht hat rechtlich gegen ihn vorzugehen. Ich hatte die alten Mails aus Datenschutzgründen nicht mehr,neue gingen zwischenzeitlich direkt in die Blacklist… daher hatte ich das zum Anlass genommen die Einträge zu deaktivieren. Ergebnis: Sie machen wie bisher weiter, aktuell unter der Domain „express-job.de“. Jetzt Dokumentieren wir aber mal richtig:

    Subject: Bank- und Finanzwesen – $Vorname $Nachname

    Wir sind eine Digitalagentur – also unpassend wie eh und je

    Relevanter Header:

    Received: from [95.173.103.105] (helo=localhost.localdomain)
    by mx8.jobiniton.de with esmtpa (Exim 4.92)
    (envelope-from )
    id 1ma2AX-0001gW-8f
    for XXXX; Mon, 11 Oct 2021 22:45:09 +0200
    Date: Mon, 11 Oct 2021 22:45:09 +0200
    To: $empfaenger
    From: $vorname $nachname
    Subject: Bank- und Finanzwesen – $vorname $nachname
    Message-ID:
    X-Priority: 3
    X-Mailer: PHPMailer
    MIME-Version: 1.0
    Content-Type: multipart/mixed;
    boundary=“b1_750893c0a11863d81b226a8875cdbc81″
    X-SF-RX-Return-Path:
    X-SF-Originating-IP: 157.90.228.35
    X-SF-Score: 0.5
    X-SF-SRS: Sender address rewritten from to
    X-SF-Domain: gtrfhhpqgp

    Datenquelle für die Empfänger ist ursprünglich des Handelsregister (die verwendete Mailadresse wurde nur einmalig dort angegeben)

    Und ich möchte erneut meine persönliche Meinung bestärken:

    Was initiativbewerbung-online.de, jobiniton.de oder wie die ganzen alias Domains auch heißen, kurz die Firma Ipser Inter Personal Service aus Berlin, macht ist neben Spamen auch das Abzocken ausländischer Mitbürger (fast ausnahmslos Studenten mit ausländischen Namen und Lebenslauf) indem sie ihnen einen „verdeckten Stellenmarkt“ versprechen. Sie verteilen massiv personenbezogene Daten an eine Vielzahl von Empfängern, möglicherweise an über >1.000.000 Arbeitgeber Adressen (quelle Homepage)…. frei nach dem Motto wird sich schon einer melden. Da könnte man es auch einfach auf dem Alexanderplatz plakatieren.

    1. Hallo Andreas,

      „gedroht“ trifft es glaube ich nicht ganz. Es wurde mir nicht gedroht von IPSER sondern ich habe direkt eine Abmahnung reingewürgt bekommen und ich soll bitte ca. 1.000€ zahlen sowie eine Unterlassungserklärung unterzeichnen und ein Streitwert von ca. 10.000€ aufgerufen. Es geht in der Abmahnung primär darum, dass ich wohl hier im Blogpost Dinge behaupten würde, die nicht stimmen würden… Und ein weiterer Teil drehte sich um die Kommentare bzw. Personen, dass das nicht stimmen würde oder ähnliches… Laienhaft zusammengefasst, dass wohl alles mögliche hier nicht stimmen würde.

      Dazu kam eine Ergänzung zur Abmahnung eingetrudelt in Form eines 2ten Schreibens. Das 2te Schreiben fand ich generell hastig zusammengeschustert. Dort waren auch Schreiben beigelegt die ca. 20 Jahre alt waren und irgendwas nachweisen sollen… Es gab dazu eine interessante Beschreibung des Geschäftsmodells. Ich selbst hatte zu dem Zeitpunkt bereits massive Probleme diese Beschreibung mit den mir damals bereits bekannten Infos unter einen Hut zu bekommen. Aufgrund der ca. 1.000€ bzw. ca. 10.000€ Streitwert und dieses seltsamen Schreibens wurde ich so mehr oder wenige gezwungen genauer zu recherchieren… Ja und da wurde es dann „spannend“ was ich zu IPSER gefunden habe…

      Nach einer kurzen Recherche zum Geschäftsmodell von IPSER und kontaktieren der Kommentatoren und Kommentatorinnen war für mich und meine Anwältin somit klar, dass wir die rechtliche Beurteilung dann doch leicht anders sehen. Ich habe somit nichts gezahlt und auch keine Unterlassungserklärung unterzeichnet.

      Im Rahmen der Recherche habe ich mich auch generell mit Spam beschäftigt. Dort bin ich bei unerwünschten E-Mails auch mehrfach über „strafbewährte Unterlassungserklärung“ gestolpert. Das war mir bis dahin neu, dass es sowas gibt. Ob und was da im Einzelfall brauchbar/sinnvoll ist, kann ich natürlich nicht beurteilen (Nichts Anwalt usw.). Generell war für mich aber spannend zu erfahren, dass es solche Mittel gibt um scheinbar gegen Spamversand aus Deutschland vorzugehen. Das eröffnet mir als Unternehmer neue Möglichkeiten, sollten wir erneut Spam von deutschen Absender bekommen.

      Grüße und hoffentlich ein Postfach ohne Spam am Morgen 😉

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